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© Stadt Brandenburg an der Havel / Th. Messerschmidt
Am 24. Februar 2025 trafen sich etwa 170 Menschen auf dem Altstädtischen Markt, um an den 3. Jahrestag des Kriegsbeginns in der Ukraine zu erinnern. Am 24. Februar 2022 hatte die Invasion russischer Truppen in die Ukraine begonnen. Seitdem hat der Angriffskrieg Russlands für unermessliches Leid und unvorstellbare Zerstörung gesorgt. Laut UNHCR (Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen) soll es seit Kriegsausbruch 6,5 Millionen Flüchtlinge aus der Ukraine geben und mehr als 10.000 zivile Opfer.
Andreas Erlecke, der einst für das Aktionsbündnis „Frieden und Freiheit für die Ukraine“ die montäglichen Mahnwachen für die Ukraine in Brandenburg an der Havel mitorganisierte, sprach von den schrecklichen Auswirkungen des Krieges und von der Dankbarkeit der Ukrainerinnen und Ukrainer für die Hilfe aus Deutschland und in Deutschland, aus und in Brandenburg an der Havel.
„In den letzten drei Jahren haben wir bei uns immer wieder Diskussionen über die Unterstützung der Ukraine geführt. Wie können und wie wollen wir helfen? Wir führen diese Debatte aber aus unserer Sicht und fragen immer häufiger, wie könnte uns die Unterstützung der Ukraine schaden und was kostet sie? Wir brauchen einen Sichtwechsel. Was wäre, wenn wir an deren Stelle wären. Was hätten wir uns gewünscht an Hilfe. Welche Erwartungen hätten wir an unsere europäischen Nachbarn?,“
fragte Andreas Erlecke und sprach sich für jede mögliche Unterstützung aus. Sodann verlas er für den kurzfristig verhinderten Oberbürgermeister Steffen Scheller folgende Erklärung:
„Liebe Brandenburgerinnen und Brandenburger,
heute jährt sich der Beginn des Krieges gegen die Ukraine zum dritten Mal. Es ist ein Tag, am dem wir das Ende des Krieges und Frieden und Freiheit für die Ukraine gemeinsam anmahnen.
Hinter den Menschen in der Ukraine liegen drei Jahre voller Leid, von Zerstörung und von unermesslichen Verlusten. In den vergangenen drei Jahren mussten Millionen von Menschen ihr Zuhause verlassen, Familien wurden auseinandergerissen und unzählige Unschuldige haben ihr Leben verloren. Das gilt auch für viele aufrechte Russen.
Unsere Gedanken sind heute bei den Menschen in der Ukraine, die für ihre Freiheit und Souveränität kämpfen. Ihr Widerstand ist ein Symbol für den Willen, gegen Unterdrückung und Gewalt zu bestehen.
Die Solidarität von Deutschland mit der Ukraine ist auch ein Zeichen gegen Unterdrückung und Gewalt. Der Krieg gegen die Ukraine ist auch ein Angriff auf unsere Werte von Demokratie und Menschenrechte.
Wir müssen weiter für Freiheit und Gerechtigkeit eintreten. Krieg darf nie zur Normalität werden und wir müssen uns dafür einsetzen, dass Diplomatie immer stärker ist, als Waffen das sein können.
Wir gedenken heute der Opfer und sind uns der Verantwortung bewusst. Wir treten ein für Frieden und Freiheit und wir fordern gemeinsam:
Präsident Trump, stehen Sie an der Seite der Ukraine!
Präsident Putin, beenden Sie diesen Krieg!“